Regeln und Regelabweichungen im kommunalen Wahlkampf

Eine Untersuchung unter Kommunalpolitiker*innen mittels eines Factorial Surveys
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Produktbeskrivelse

In Organisationen kommt es immer wieder zu regelabweichendem Verhalten von Mitarbeitenden. Dies geschieht oft nicht aus eigennütziger Motivation, sondern aufgrund informeller Normen, etablierter Handlungsmuster oder opportuner Gelegenheiten. Solche Verhaltensweisen werden in der Organisationssoziologie als organisationale Devianz verstanden und können sogar als nützlich für die Organisation erscheinen. In einer Vielzahl von Organisationstypen führt dies häufig zum Phänomen des „Organizational Bystanding“: Wahrgenommene Regelverstöße werden im Sinne der Organisation nicht offen angesprochen. Doch gilt dies auch im kommunalpolitischen Wettbewerb? Die vorliegende Studie untersucht, wie Kommunalpolitiker*innen Regelverstöße im Wahlkampf wahrnehmen und darauf reagieren. Mit Hilfe eines Vignettendesigns wird analysiert, ob unterschiedliche Formen von Vorteilsnahmen die Wahrnehmung und den Umgang mit Regelabweichungen beeinflussen. Damit liefert die Arbeit neue Einsichten in Devianz, Normen und Verantwortung im kommunalpolitischen Kontext. Das Ergebnis zeichnet ein überraschendes Bild: Entgegen gängiger Annahmen aus der Wirtschaft dominiert im politischen Kontext nicht das Schweigen, sondern die öffentliche Auseinandersetzung.

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