Medien des Wissens

Af Mein & Georg
  • transcript-Verlag
  • 2014
  • 270
  • DE
  • Udgave er ikke defineret
  • 9783839407790
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Ziel des Bandes ist es, mit dem Begriff der Medialitat die spezifische Verfasstheit des Wissens in den Mittelpunkt zu rucken - systemtheoretisch formuliert: die Form der Kommunikation. Dabei handelt es sich nicht nur um schriftlich verfasste Texte, Fotos oder Filme, sondern auch um Karten, Munzen, Bilder, Embleme und Inschriften bis hin zu Reliquien und anderen symboltrachtigen Medien, die Information uber verschiedene Kanale transportieren. Der Transport ist dabei nicht notwendig zeitlich eingeschrankt, so dass auch die Speicherung von Informationen und damit die Frage nach dem Archiv impliziert sein kann. Gleichzeitig erfahren die Informationen durch den Medientyp eine spezifische Gestalt, sie werden selektiert, prasentiert und gegebenenfalls auch kommentiert - kurz: verarbeitet. Dieser Verarbeitungsprozess hat spezifische Ein- und Ausschlussmechanismen zur Folge, die sowohl die Produktion wie die Rezeption betreffen: Die mediale Verfasstheit des Wissens zieht konkrete Demarkationslinien im sozialen Raum. Die populare Vorstellung, dass die neuen Medien nicht mehr sind als technologisch entwickelte, aber neutral vermittelnde und letztlich doch sinnindifferente Kommunikationskanale der modernen Massenkommunikation, erscheint somit als durchaus problematisch.