Medizinische Mykologie

  • Springer-Verlag Berlin and Heidelberg GmbH & Co. KG
  • 1992
  • Paperback
  • 202
  • ger
  • 4
  • 9783540548300
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Erkrankungen durch Pilze beanspruchen in der t glichen Praxis ei- nen breiten und st ndig wachsenden Raum. Man h rt und liest von einem unaufbaItsamen Vormarsch der Pilze und ihrer zunehmenden Gef hrdung f r den Menschen. Diese Behauptung gilt sicher nicht so allgemein f r alle Erkrankungen durch Pilze. Jedoch m ssen wir langsam lernen, die Gefahr, die von diesen Erregern ausgeht, richtig einzusch tzen. Wenn man heute von einer wachsenden Bedeutung der Pilzerkrankungen spricht, so sind in erster Linie Mykosen als Er- krankungen durch parasit re Pilze gemeint. Die Kenntnis der Mykosen ist f r den praktisch t tigen Arzt ebenso wichtig wie die Kenntnis von Erkrankungen durch Bakterien oder Viren. Auf den ersten Blick erscheint dieses Gebiet der Mikrobiolo- gie sicher au erordentlich verwirrend. Unser Anliegen ist es daher, den mykologisch Interessierten nicht durch eine Vielfalt un ber- schaubarer Begriffe zu verunsichern und ihm die Unzul nglichkeit seines Tuns immer wieder zu beweisen, sondern es geht uns darum, Hilfen zu geben bei der Diagnostik, der Therapie und den prophy- laktischen Ma nahmen in der Mykologie. Am Beginn der Mikrobiologie stand ohne Zweifel die Mykologie. Vor der Entdeckung der Bakterien wurden bereits 1836 von Remark in den Krusten des Favus verzweigte F den gesehen, die er zu die- sem Zeitpunkt jedoch wohl nicht als Ursache f r die Erkrankung an- sah. 1839 erkannte dann Sch nlein den Zusammenhang zwischen Pilzf den und der Entstehung des Favus. Virchow f hrte schon den Begriff der Dermatomykosen in die Humanpathologie ein. Die My- kologie erhielt jedoch ihre entscheidenden Impulse und Bedeutung durch die Arbeiten von Sabouraud.

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