Von Differenz zu Gleichheit

  • transcript-Verlag
  • 2015
  • 208
  • DE
  • Udgave er ikke defineret
  • 9783839412244
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Im 19. und fruhen 20. Jahrhundert hat die erste Frauenbewegung mit der Verankerung eigens Frauen vorbehaltener Bildungs- und Berufsbereiche zur Durchsetzung eines differenzbezogenen Musters der Fraueninklusion beigetragen. In der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts hingegen tritt die zweite Frauenbewegung fur ein uneingeschranktes Recht auf Gleichheit ein.Das Buch fuhrt diesen Wandel von Differenz zu Gleichheit auf konstitutive Zusammenhange zwischen mobilisierungsfahigen Semantiken der Frauenbewegungen und Prozessen der Binnendifferenzierung des politischen Systems zuruck. Seit den 1960er Jahren ist mit den modernen Volksparteien ein Staat entstanden, der der Garantie gesellschaftlicher Teilnahmerechte der Gesamtbevolkerung verpflichtet ist. Schichtung verliert als soziale Konfliktlinie an Bedeutung. Erst diese Entwicklung verhilft dem Anspruch der individuellen und sozialen Gleichheit der Geschlechter und dem Muster einer geschlechtsunabhangigen Inklusion zum Durchbruch.