Wilhelm Kunze: Heinrich von Ofterdingen erzahlt seine Geschichte

Af Adam & Wolfgang
  • Igel Verlag
  • 2013
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  • Sproget er ikke defineret
  • Udgave er ikke defineret
  • 9783868156423
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Mit diesem Band erscheint zum 70. Todesjahr eines der zentralsten schriftstellerischen Projekte Wilhelm Kunzes (1902-1939). An Hermann Hesse, den eine langjahrige, intensive Korrespondenz mit dem jungen Schriftsteller verbunden hatte, schrieb Kunzes Witwe uber das Manuskript Heinrich von Ofterdingen: Sehr schmerzlich ist es, dass mein Mann eine Arbeit, die er seit vierzehn Jahren vor-bereitet hat und die zur Niederschrift auf seinem Schreibtisch be-reitliegt, im Stich hat lassen mussen.&quote;Dass Kunze bis zu seinem frhen Tod an dem Romanvorhaben festhielt und arbeitete, macht den Text fr die Erschlieung seiner schriftstellerischen Entwicklung unverzichtbar: Von seinem sprachgewaltigen, expressionistisch inspirierten Debt Der Tod des Dietrich Grabbe (Igel Verlag 2008) ber seinen gesellschaftskritischen Roman Die Angstmhle (Igel Verlag 2004) findet er hier zu einem klassisch romantischen Erzhlstoff und Ton. Viele der in diesem Band ebenfalls gesammelten Gedichte und Erzhlminiaturen belegen Kunzes Tendenz, sich zunehmend in eine mystisch gefrbte Innerlichkeit zurckzuziehen. Es is ein wesentliches Merkmal des zu jung verstorbenen und zu Unrecht vergessenen Literaten, so verschiedene Pole in sich zu ver-einen und mit immer gleicher stilistischer Brillanz und Intensitt zum Ausdruck zu bringen