Wissensprozesse in der Netzwerkgesellschaft

  • transcript-Verlag
  • 2015
  • 286
  • DE
  • Udgave er ikke defineret
  • 9783839402764
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Der Begriff des Wissens geht davon aus, dass Tatbestande als 'wahr' und 'gerechtfertigt' angesehen werden. Die Grunde fur solche Uberzeugungen liegen in der Gewissheit der eigenen Wahrnehmung sowie in der Kommunikation dieser Wahrnehmungen. Beide Bedingungen befinden sich gegenwartig im Umbruch: Unsere sinnliche Wahrnehmung wird durch Medien und Sensorsysteme gestutzt, und die Verstandigung uber solcherart erzeugte Wahrnehmungen wird in wachsendem Mae telematisch kommuniziert. Die tendenziell globale Ausweitung der kollaborativen Erzeugung des Wissens durch computergestutzte Netzwerke irritiert nicht nur die Vertrauensverhaltnisse, die den Wissensprozessen zugrunde liegen, sondern auch die Struktur und Funktionen des Wissens selbst.